Deutsche Hallenmeisterschaften:Silber im Doppel, Bronze im Einzel!
Bei den Deutschen Jugendmeisterschaften, die vom 2.-7. März in Essen stattfanden, stand Peter zweimal auf dem Siegertreppchen. Im Einzel unterlag er im Halbfinale dem späteren Sieger, der Nummer 10 der aktuellen Juniorenweltrangliste Kevin Krawietz mit 2:6 und 2:6. "Kevin hat heute wirklich sehr starkes Tennis gespielt. Ich habe leider meinen ersten Aufschlag im Hotelzimmer vergessen und konnte auch sonst nicht an meine starke Vorstellung vom Freitag anknüpfen. Kevin spielt sehr clever und nutzt jede Schwäche seines Gegners eiskalt aus. Leider hatte ich heute einige davon. Ohne ersten Aufschlag ist Kevin in dieser Form in der Halle kaum zu schlagen", lautete das Fazit von Pete, nachdem er die anfängliche Enttäuschung verdaut hatte.
Auch im anschließenden Doppelendspiel war das Glück nicht auf Pete's Seite. An der Seite seines Freundes und langjährigen Doppelpartners Marko Krickovic unterlag er der Paarung Kevin Krawietz und Ralf Steinbach sehr unglücklich mit 7:10 im Championstiebreak, nachdem man zuvor schon 5:2 und 6:4 geführt hatte.
Im Einzel war Pete im Feld der 32 besten Juniorenspieler Deutschlands an Nummer 3 gesetzt. In der ersten Runde traf er auf Marc Herrmann vom TC Blau-Weiß Saarbrücken. Nach einer 5:2 Führung im ersten Satz leistete sich Pete ein paar Unkonzentriertheiten und Herrmann kam auf 4:5 heran. Ein klarer Aufschlagsieg bescherte dann den Gewinn des ersten Satzes. Der zweite Satz begann mit einem Fehlstart und Pete lag schnell mit 0:2 im Rückstand. Doch dann nahm er das Heft wieder in die Hand und zog mit 6:3 in die Runde der letzten 16 ein. Am Donnerstag erwartete Pete Thomas Weigel vom TuB Bocholt. Pete war in diesem Match deutlich besser disponiert als noch am Tag zuvor. Er spielte von Anfang an druckvoll und ließ zu keiner Zeit des Matches Zweifel aufkommen, wer den Platz als Sieger verlassen wird. Das Endergebnis lautete 6:3, 6:2.
Damit war das Viertelfinale erreicht. Der Gegner: Maximilian Dinslaken vom Gladbacher HTC. Dinslaken zählt seit Jahren zu den besten Nachwuchsspielern Deutschlands. Dies hat er auch mit zwei klaren Siegen gegen David Gaissert (6:2, 6:2) und den sehr stark eingeschätzten Leandro Toledo (6:2, 6:4) unter Beweis gestellt. Es entwickelte sich von Anfang an ein spannendes und äußerst hochklassiges Match. Beide Spieler agierten sehr druckvoll und überzeugten durch tolles Angriffstennis. Bis zum 5:5 konnten sowohl Pete als auch Maximilian ihre Aufschlagspiele durchbringen. Dann, bei Aufschlag Pete, eine sehr brenzlige Situation: 0:40, also drei Breakchancen für den Gegner. Pete blieb cool, spielte weiter druckvoll, servierte exzellent und drehte das Spiel - 6:5. Danach brachte auch Dinslaken seinen Aufschlag durch, der Tiebreak musste die Entscheidung bringen. Was "Mister-Tiebreak" dann zeigte, war erste Sahne, nämlich einen fehlerfreien Tiebreak mit Passierbällen, Assen und Winnerschlägen am laufenden Band - Endergebnis: 7:0! Auch im zweiten Satz startete Pete furios und holte sich ein schnelles Break. Über 3:1 kam der Chamer, der in dieser Saison für den TC Rot-Blau Regensburg in der Regionalliga an den Start geht zum 5:3. Beim Stande von 40:15 bei Aufschlag Dinslaken dann die ersten Matchbälle. Der Gladbacher spielte stark und wehrte beide Matchbälle ab. Auch den dritten Matchball konnte Pete nicht verwandeln. Doch dann machte er den Sack zu und zog mit 7:6, 6:3 ins Halbfinale ein.
Dort wartete am Samstag kein anderer als der amtierende Wimbledonsieger im Juniorendoppel und die Nummer 10 der ITF-Juniorenweltrangliste Kevin Krawietz vom TC Ismaning. Kevin, an Nummer 1 gesetzt, hatte mit drei klaren Siegen das Halbfinale erreicht. Wie bereits erwähnt, kam der erste Aufschlag über das ganze Match hinweg praktisch nicht, während der Ismaninger bärenstrak servierte und auch sonst hervorragend und nahezu fehlerfrei agierte. Pete dagegen spielte nicht druckvoll genug, was von Kevin regelmäßig vor allem mit knallharten Rückhandschlägen und Netzattacken bestraft wurde. Das Endergebnis lautete schließlich unerwartet klar 2:6 und 2:6. Pete beendet mit dieser Niederlage gegen den neuen Deutschen Meister damit seine letzten Deutschen Juniorenmeisterschaften mit einem hervorragenden 3. Platz.
Im Doppel trat Pete mit seinem langjährigen Doppelpartner und Freund Marko Krickovic an. Die beiden waren in dem 16-er Feld an Nummer 2 gesetzt. Nach einem Freilos in der ersten Runde besiegte man Albert Wagner und Julian Lenz klatt in zwei Sätzen - Endstand: 6:4 und 6:4. Im Halbfinale wurde es dann wesentlich schwieriger. Gegner war das niedersächsiche Spitzendoppel Marco Kischner und Tim Nekic. Im ersten Satz spielten die beiden Bayern konsequent und gewannen klar mit 6:2. Doch dann, Unkonzentriertheiten zu Beginn des zweiten Satzes und ein schneller 0:3 Rückstand, der im Verlaufe des Satzes nicht mehr wettgemacht werden konnte - 3:6. Somit musste der Matchtiebreak über den Einzug ins Finale entscheiden. Marco und Pete liefen erneut zu Höchstform auf und gewannen klar mit 10:3. So kam es am Samstag Nachmittag zu einem erneuten Aufeinandertreffen mit Kevin Krawietz, der an der Seite von Ralf Steinbach (TC Sandanger Halle) das Enspiel erreicht hatte. Den ersten Satz sicherten sich die Gegner mit 6:2. Im zweiten Satz steigerten sich Pete und Marko. Ein Break genügte zum 6:4 Satzgewinn. Der Deutsche Meistertitel im Doppel musste also im Matchtiebreak ermittelt werden. Marco und Pete hatten den besseren Start und gingen 5:2 und 6:4 in Führung. Doch dann wendete sich das Blatt. Zwei leichte Fehler und eine sehr unglückliche Schiedsrichterentscheidung beim Stande von 6:6 brachten Kevin und Ralf in Führung, die sich diese nicht mehr nehmen ließen. Mit 7:10 war die Endspielniederlage besiegelt. Hatte man sich vor zwei Jahren noch den Titel als Deutscher Meister gesichert, muss man sich 2010 mit dem 2. Platz begnügen.







